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Rente nach Morbus Hodgkin

 
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Renate02
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beitrge: 1094

BeitragVerfasst am: 06.10.08, 15:19    Titel: Rente nach Morbus Hodgkin Antworten mit Zitat

Als mein Mann 15 war, ist er an Morbus Hodgkin erkrankt. Seine Eltern waren Grndungsmitglieder der "Elterninitiative Leukmie- und Tumorkranker Kinder". Er hat seine Krankheit (offensichtlich) berlebt und war, zusammen mit seinen Eltern, zum 25. Jubilum der Elterninitiative eingeladen.

Bei Gesprchen mit anderen Betroffenen bzw. Eltern hat er herausgefunden, dass fast keiner seiner ehemaligen Mitpatienten vollzeit erwerbsfhig ist, obwohl die meisten es irgendwann versucht haben. Wie er, sind die meisten nicht voll belastbar.

Wenn das schon so auffllig und so hufig ist, drfte doch ein Zusammenhang nachweisbar sein, oder nicht? Welche Chancen haben er und die anderen, deswegen eine (teilweise) Erwerbsunfhigkeitsrente zu erhalten?

Er hat derzeit einen Minijob.

Ca. 15 Jahre nach dem Morbus Hodgkin hatte er einen geschlossenen Pneumothorax (d. h. er hatte insgesamt dreimal einen), was eine Lungen-OP notwendig gemacht hat.

Seinen Behindertenausweis (80%, B, G) hat er in erster Linie, weil er auf einem Auge blind ist und nicht wegen des Morbus Hodgkin-Syndroms - das gilt ja als geheilt.
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CO71
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Anmeldungsdatum: 21.06.2007
Beitrge: 182
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 07.10.08, 20:52    Titel: Re: Rente nach Morbus Hodgkin Antworten mit Zitat

Renate02 hat folgendes geschrieben::

Wenn das schon so auffllig und so hufig ist, drfte doch ein Zusammenhang nachweisbar sein, oder nicht? Welche Chancen haben er und die anderen, deswegen eine (teilweise) Erwerbsunfhigkeitsrente zu erhalten?


Ich kann mir den Zusammenhang evtl. nur insofer erklren, dass vor 25 Jahren die Behandlungen bei Morbus Hodgkin viel belastender sein mussten, als sie heute sind und dass daher die damaligen Patienten heute nicht so belastbar sind.

Ich hatte vor 13 Jahren Morbus Hodgkin im hchsten Stadium, bekam 6 Monate Chemotherapie und bin heute uneingeschrnkt belastbar. Ich mache Konditionssport, arbeite Vollzeit als Chefassistentin und habe keinerlei Nachfolgen von meiner damaligen Krankheit und Behandlung zurckbehalten. Es wundert mich ehrlich gesagt ein wenig, dass Du schreibst, dass so viele eingeschrnkt sind. Wie gesagt, ich vermute, dass es an der damaligen Behandlung lag.

Meinen Schwerbehindertenstatus musste ich bereits 5 Jahre nach Anerkennung wieder abgeben. Aber das strt mich nicht.

Ob es fr Deinen Mann eine Chance auf EU-Rente gibt, kann ich Dir leider nicht beantworten. Aber vielleicht kann man da den behandelnden Arzt mal zu Rate ziehen.
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Renate02
DMF-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beitrge: 1094

BeitragVerfasst am: 10.10.08, 06:28    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antwort, CO71. Es freut mich, dass Du Deine Krankheit so gut berstanden hast!

Du hast Recht: Als mein Mann mit Morbus Hodgkin im Krankenhaus war, hat man den Teufel noch mit dem Beelzebub ausgetrieben (noch extremer als heute - ein "Kuschelkurs" ist das ja wohl heute noch nicht). Mit Morbus Hodgkin hatte man zudem - trotz Uniklinik - wenig Erfahrung. Einige der Medikamente, die er bekommen hat, waren schon 10-15 Jahre spter verboten(?), weil sie so heftige Nebenwirkungen hatten, aber damals gab es eben nichts anderes. Einer der Mitpatienten meines Mannes (Leukmie, aber offenbar hnliche/gleiche Therapie?) hat mit 20 ein neues Hftgelenk bekommen, weil Chemo (und Bestrahlung?) die Knochen angegriffen hat. Und eine begleitende Psychotherapie gab es damals auch noch nicht.

Mein Mann hat spter erfahren, wre die Diagnose nur geringfgig spter gestellt worden, htte man nichts mehr fr ihn tun knnen; er war gerade eben noch im letzten "heilbaren" Stadium (fr damalige Verhltnisse).

Aber, wie gesagt, den Behindertenausweis hat mein Mann in erster Linie wegen seines schlechten Auges.

Er hat aber inzwischen Folgendes durchgemacht:
- Mehrere "geschlossene Pneumothoraxe" mit daraus notwendig gewordener Lungen-OP und Reha (15 Jahre nach dem Morbus Hodgkin - Zusammenhang mglich aber nicht nachweisbar)
- hohe Infektanflligkeit (logisch: ihm fehlen die Milz und fast alle Lymphdrsen im Bauchraum)
- frher war sein Blutdruck eher niedrig, heute schluckt er (erstmal "probeweise") ACE-Hemmer, weil sein Blutdruck so hoch ist - und das bei einem BMI von 19,x (seit unserer Hochzeit vor 16 Jahren hat er schon gut zugenommen!). Die "sanfteren" Blutdrucktabletten scheinen nicht mehr zu gengen.
- uerst geringe psychische Belastbarkeit, trotz Psychotherapie (vor ca. 2 Jahren)

Vor einigen Jahren hat er auch schon eine EU-Rente auf ein paar Monate befristet bekommen. Leider wurde sie damals nicht verlngert. Allerdings haben wir auch zu spt erkannt, worauf es bei den Untersuchungen ankam - die BfA hat ihn von einem Gutachter zum anderen geschickt, so lange, bis ihn einer als "arbeitsfhig" bezeichnet hat.

Er will auch noch einmal mit unserem Hausarzt ber eine Reha sprechen. Ich hoffe, dass er sie 1. bekommt und sie 2. auch hilft.
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