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Herzmuskelentzndung

 
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JanineNoel
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 21.10.08, 08:47    Titel: Herzmuskelentzndung Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich bin nun seit Juni krank geschrieben aufgrund einer Herzmuskelentzndung. Leider sehe ich keine wirkliche Verbesserung der Beschwerden und bin etwas unzufrieden ber die Aussagen oder Methoden meiner behandelnden rzte. Vielleicht kann mir hier jemand einen Rat geben, was das bliche Krankheitsbild einer Herzmuskelentzndung ist, wie lange es tatschlich dauern kann bis man wieder gesund wird.

Kurz zu meiner Person, ich bin 25 Jahre alt, weiblich, 1,68 cm gro, wiege 75 kg, rauche (ca. 3-4 Zigaretten am Tag).

Angefangen hat alles mit einer Grippe mit Gliederschmerzen, leichtem Fieber, leichter Bronchitis, ich wurde eine Woche krank geschrieben und bekam lediglich Medikamente zum Schleimlsen. Nach dieser Woche ging es mir eher schlechter, ich hatte sehr starke Gliederschmerzen, war vllig schlapp, hatte Herzrasen, eine unheimliche Nervositt, konnte nachts nicht schlafen und beim Treppen laufen blieb mir die Luft weg und mir wurde sehr schwindlig. Ich ging zum Hausarzt und dieser hatte schnell den Verdacht auf eine Herzmuskelentzndung. Puls lag bei 130 und Blutdruck bei 160/90. Es wurde ein EKG gemacht ohne Befund, Herz-Echo auch ohne Befund, beim Belastungs-EKG musste ich nach 3 Minuten bei 70Watt aufhren, da mir total schlecht und schwindlig wurde.

Heute ist es nun so, ich habe diverse EKGs, mehrere Herzultraschall-Untersuchungen, ein MRT, diverse Blutuntersuchungen usw. hinter mir, 2 Langzeit-EKGs, bekomme seit 5 Monaten einen Betablocker mit 23,75 mg, eine Tablette tglich, habe stndig einen Ruhepuls zwischen 90 und 130, habe jede Woche Gliederschmerzen, bin schlapp, Herzstechen, Druck auf der Brust, stndig kalte Hnde und kalte Fsse und mein Abwehrsystem scheint auch geschwcht zu sein, da ich alles um mich herum einfange. Meine rzte sagen mir, die Herzmuskelentzndung kme durch Viren (allerdings frage ich mich wie die Herren das so genau sagen knnen, ohne Myokardbiopsie?) und ich msste mich gedulden, das kann bis zu einem Jahr dauern bis ich wieder gesund bin, die Beschwerden seinen normal auch nach so langer Zeit und wenn ich strkeres Herzrasen htte (das bekomme ich immer wieder zwischendurch) dann sollte ich eine weitere Tablette meines Betablockers nehmen.

Mein Problem ist einfach, dass ich das Gefhl habe, dass man hier schon weiter forschen sollte, zumindest bin ich der Meinung, man sollte versuchen heraus zu finden um was fr Viren sich es da denn handelt, wenn diese vorhanden sind. Ich wei auch nicht, ob das normal ist fr eine Herzmuskelentzndung, dass ich so lange, immerhin nun 5 Monate, krank bin mit all diesen Beschwerden, ab wann sollte eine Besserung eintreten? Und soll ich jetzt einfach warten und nichts tun, bis ich wieder gesund werde? Ich habe einfach etwas Angst, dass vielleicht doch noch etwas anderes im Busch ist, dies aber nicht erkannt wird, weil meine rzte jetzt einfach warten wollen.

Wie knnte ich nun vorgehen, sollte ich nochmal eine andere Meinung einholen bei einem anderen Arzt, welche Untersuchungen knnte man noch starten oder ist das alles das normale Krankheitsbild?

Fr Tipps wre ich sehr sehr dankbar.
Viele Gre Janine-Noel
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 21.10.08, 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe JanineNoel,

es gibt z.B. eine Reihe von sinnvollen Laboruntersuchungen:

- CK/CK-MB, Troponin T/I
- Entzndungszeichen (BSG, Blutbild)
- Rheumaserologie
- Spezielle bakteriologische/virologische Diagnostik (Stuhluntersuchung auf Enteroviren, Ak-Titer u.a., Lyme-Karditis)
- Bei V.a. Virusmyokarditis ev. zirkulierende Antikrper (AMLA, ASA)

Mal mit dem Hausarzt drber reden. Wahrscheinlich sind die meisten schon mal gemacht worden.
Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
www.medizin-forum.de

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JanineNoel
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 21.10.08, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr die schnelle Antwort!

Dann werde ich mal meinen Hausarzt danach fragen.

Trotzdem noch meine Frage, kann das so lange dauern mit einer Herzmuskelentzndung? Sind diese Beschwerden normal?

Kann ja sein, dass ich mir zu viel Gedanken mache und doch einfach warten sollte.

Nochmals vielen Dank und viele Gre
Janine-Noel
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 21.10.08, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
kann das so lange dauern mit einer Herzmuskelentzndung?


Leider ja.

Zitat:
Sind diese Beschwerden normal?


Nein. Aber durch die Erkrankung erklrt. Wichtig ist ja, dass sich die Funktion des Herzens nicht verschlechtert. Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
www.medizin-forum.de

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Marienkaefer69
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 21.10.08, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Janine,
ich denke du mut dich auch einfach in Geduld ben.
Ich selber war 29 als ich eine Herzmuskelentzndung hatte und durfte ei 1/2 Jahr keinerlei sportliche Bettigungen machen.
Es hat auch gedauert, bis ich wieder vollstndig Fit war.
Meine Herzmuskelentzndung enstand aus 2 verschleppten Halsentzndungen .

Liebe Gre
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JanineNoel
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ja wahrscheinlich ist das wirklich so, dass ich einfach noch warten muss.

Mich irritiert es auch ein wenig, weil jemand aus meinem Bekanntenkreis auch an einer Herzmuskelentzndung leidet mit exakt den gleichen Symptomen und bei ihm wurde relativ schnell eine Katheteruntersuchung gemacht, wo man den Herpes-Virus festgestellt hat, er war schon in Kur usw. und wie gesagt der Krankheitsverlauf war exakt der gleiche mit ziemlich hnlichen Werten.

Allerdings habe ich jetzt noch eine neue Frage. Ich hatte vor ca. 4 Wochen ein heftiges Hornhautgeschwr am Auge (bin wohl nicht gestraft genug mit der Myokarditis Smilie ), wo das Geschwr drauf und dran war sich tief ins Auge zu fressen und ich deswegen einige Tage stationr ins Krankenhaus musste.

Wie dem auch sei, heute habe ich Bescheid bekommen, dass es sich hier um Burkholderia cepacia handelte mit starkem Wachstum. Kann es hier eventuell eine Verbindung zur Myokarditis geben oder sind das zwei ganz unabhngige Dinge?

Sorry das ich so viele Fragen stelle, aber meine rzte halten mich so knapp mit Info.

Danke und viele Gre
Janine-Noel
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jaeckel
Administrator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 4711
Wohnort: Bad Nauheim

BeitragVerfasst am: 27.10.08, 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe JanineNoel,

es gibt ganz wenige Flle in der medizinischen Literatur, wo Burkholderia cepacia eine Endokarditis / Herzklappenbesiedlung machte. Ihr Krankheitsverlauf und die Befunde sprechen nicht dafr, dass das bei Ihnen was miteinander zu tun htte. Ist Ihr Immunsystem (inkl. HIV-Test) denn mal gecheckt worden?

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jckel
Facharzt fr Innere Medizin
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