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Wunschklinik+Sparzwnge: ein leistungsrechtlicher Gegensatz

 
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Helmes63
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beitrge: 294
Wohnort: Nrvenich

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 14:39    Titel: Wunschklinik+Sparzwnge: ein leistungsrechtlicher Gegensatz Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Forenfachleute,

... ich hre gelegentlich immer wieder von chronisch Kranken die eine Behandlung in eine speziell ausgesuchte Klinik anstreben; sei es als Reha oder aber als Kur. Dies ist
im Zuge der ausgeprgten Kostenkontrolle natrlich insoweit problematisch, weil Krankenkasse diese Wnsche in der Regel verwerfen. Das ist natrlich ein Problem,
weil ein Patient fachlich schwer vermitteln kann weshalb ausgerechnet eine spezielle Klinik einen besseren Heilungserfolg verspricht. Da hufig die fachrztliche besondere Fachkompetenz hier angefhrt wird von Patienten wird dies fr die Krankenkassen
noch weniger plausibel. - Frage: Was in diesen Fllen tun ?! - ich sehe hier einen klassischen Interessensgegensatz zwischen den Bedrfnissen des Patienten sowie
den Sachzielen des Versicherungstrgers.
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Anmeldungsdatum: 27.03.2005
Beitrge: 2794
Wohnort: Lrrach

BeitragVerfasst am: 29.10.08, 17:54    Titel: "In der Regel verwerfen" Antworten mit Zitat

kann ich nicht besttigen
1. in Fllen akuten Untersuchungs- oder Behandlungsbedarfs, in denen nicht
- die Kasse fr genau den Fall spezielle Vertragskliniken hat
- die Klinik im Ausland liegt
So alle paar Jahr hab ich mal einen Fall fr eine superhochspezialisierte Klinik weit von hier. Ging bisher immer ohne Meuterei durch. Nur die Reise da hin wurde nicht gezahlt.
Allerdings werden die Einzelvertrge fr h u f i g e Spezialuntersuchungen und -ltherapien in Zukunft massiv zunehmen. Dann kann sich das ndern.

kann ich besttigen
2. bei Kuren und Reha. Da wirds zur Zeit berhaupt extrem restriktiv, bei Jungen und ganz besonders bei Rentnern, ob die da was Spezielles ausgesucht hatten oder nicht. Die gngige Kassentaktik heit da: hinhalten, prfen, hinhalten, prfen, hinhalten, zermrben, Aufgabe...

Ansonsten: der klassische Interessengegensatz zwischen den Bedrfnissen des Patienten und den Sachzielen des sogenannten Kostentrgers besteht grundstzlich immer und ausnahmslos.
Merke: weder eine sogenannte gesetzliche Krankenkasse noch eine echte Krankenversicherung sind Veranstaltungen, auf denen man sich auch nur i r g e n d was wnschen kann. Im Wortsinn "versicherbar" = versicherungsmathematisch kalkulierbar sind ausschlielich Dinge, die schicksalhaft ber jemanden hereingebrochen sind. Dagegen sind Dinge, die dem freien Willen unterliegen, grundstzlich gar nicht versicherbar.

Davon macht nur die Politik Ausnahmen, dafr aber am laufenden Band, bei den "versicherungsfremden Leistungen". Meistens sind das Leistungen, die streng genommen ber andere Sozialversicherungszweige finanziert gehren, oder es sind gleich Staatsaufgaben, die eigentlich steuerfinanziert gehren.
Auch diese Leistungen sind in der Regel sinnvoll und notwendig. Aber eben grundstzlich nicht versicherbar, weil arbitrr alloziert. Um so unverstndlicher, dass sie dennoch aus GKV-Beitrgen finanziert werden.
Der - rein politische - Grund fr diese Verschiebebahnhfe ist leicht einzusehen: es gibt im Land Buhmnner, denen man allfllige Kostensteigerungen (die dann allfllige Beitrags(satz)steigerungen nach sich ziehen knnen) in die Schuhe schieben kann: die im Gesundheitswesen Schuftenden. Diese Schweinigelei ist bei Politikern beliebt, seitdem ich denken kann.


Was in den von Ihnen umrissenen Fllen tun ?
1. auf gute Konjunktur und Kassenlage hoffen
2. sauber und mit (fr SoFAs nachprfbaren) Fakten argumentieren
3. bis hin zu Preisvergleichen (da wirds ausgesprochen schwierig)
4. zur Not eine Eigenbeteiligung aushandeln
5. mit Kassenwechsel drohen (hilft oft !)

PR
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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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