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Bei psychosomatischer Schmerzstrung zum Schmerztherapeuten?

 
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Bernhart
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.07.2005
Beitrge: 49

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 16:18    Titel: Bei psychosomatischer Schmerzstrung zum Schmerztherapeuten? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

angenommen, man leidet unter einer psychosomatischen Schmerzstrung, die sich in
Form von fast tglichen unertrglichen Kopfschmerzen uert. Zur Zeit bin ich deshalb
voll berentet.

Wre es dann Eurer Meinung und Euren Erfahrungen nach indiziert, damit zu einem
Schmerztherapeuten zu gehen?

Ich habe deshalb oben geschrieben "angenommen, ...", weil sich bei mir die Fachrzte
"streiten", das heit, die Meinungen gehen auseinander. Die einen sagen, das sei bei
mir doch alles "nur" psychosomatisch, die anderen sind der Meinung, es wrde eine
hirnorganische Ursache vorliegen.

Ich selbst bin auch nicht der Meinung, dass es psychosomatisch ist. Aus mehreren
Grnden: Zum einen hatte ich schon als Kind und Jugendlicher schwerste Kopf-
schmerzepisoden, und damals war ich definitiv noch nicht psychisch krank. Zum
anderen haben jahrelange (!) Therapieversuche, die bei psychosomatischen St-
rungen angewendet werden, nicht die geringste Besserung meiner Beschwerden
gebracht. Zu diesen Therapieversuchen zhlen eine jahrelange ambulante Psycho-
therapie, aber auch wochenlange stationre Psychotherapie, Einzel- und Gruppen-
gesprchstherapien, Verhaltenstherapie, verschiedenste Entspannungstechniken,
usw. Dass dies alles gar keine Besserung gebracht hat, ist fr mich der Beweis,
dass die Kopfschmerzstrung nicht psychosomatisch ist.

Deshalb wollte ich zum Schmerztherapeuten gehen. Aber mein behandelnder Neuro-
loge verweigert mir eine entsprechende berweisung mit der Begrndung, es sei
(trotzdem) aus seiner Sicht psychosomatisch und deshalb sei ein Schmerztherapeut
kontraindiziert - und ohne berweisung von einem Facharzt (Hausarzt reicht nicht aus)
wird man bei unseren Schmerztherapeuten nicht behandelt.

Viele Gre, Bernhart
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Renate02
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.04.2008
Beitrge: 1094

BeitragVerfasst am: 12.11.08, 17:31    Titel: Re: Bei psychosomatischer Schmerzstrung zum Schmerztherapeu Antworten mit Zitat

Bernhart hat folgendes geschrieben::
ohne berweisung von einem Facharzt (Hausarzt reicht nicht aus)
wird man bei unseren Schmerztherapeuten nicht behandelt.


h, echt? Geschockt

Also, ich bin schon der Meinung, dass erst einmal organische Ursachen ausgeschlossen werden sollten, bevor man ein Problem als psychosomatisch bezeichnet. Aber was wei ich schon...?

Vor allem, wenn psychotherapeutische Manahmen so gar keinen Erfolg gezeitigt haben.

Gibt es einen anderen Facharzt (Neurologe, Psychiater), gegebenenfalls etwas weiter weg, der Dir die berweisung schreiben (besttigen?) kann? Natrlich gibt es sicherlich auch Leute, die schon zum Schmerztherapeuten wollen, wenn sie nur einen blauen Fleck haben (berspitzt formuliert), aber das scheint ja bei Dir nicht der Fall zu sein.
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Winfried Gahbler
DMF-Moderator


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 1640

BeitragVerfasst am: 13.11.08, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bernhart,

zur Ausbildung eines Schmerztherapeuten gehrt die "psychosomatische Grundversorgung" d.h. ein vorgeschriebener Kurs in psychosomatischer Medizin und eine vorgeschriebene Anzahl von Balint-Gruppen-Stunden. Daher msste ein Schmerztherapeut sehr wohl in der Lage sein, auch die psychosomatischen Anteile eienr Schmerzerkrankung zu erkennen, ggf. auch zu behandeln, sie aber auch von den somatischen Anteilen abgrenzen knnen. Daher ist eine Mitbehandlung durch einen Schmerztherapeuten zunchst nicht als kontraindierzt zu betrachten.
Sehr wohl wei ich auch; dass es eine Reihe von Neurologen gibt, die sich gerade mit Kopfschmerzerkrankungen sehr gut auskennen. Hier wre eine Doppelbehandlung u.U. wenig sinnvoll.
Aber Ihre Schilderung klingt eher nach einem Kompetenzgerangel - weniger nach einem Bemhen um einen guten Arzt fr Sie Frage
Gute Besserung und alles Gute wnsche ich Ihnen
MfG W.Gahbler
----------------------

Hinweis unter Bezug auf 7(3) der Berufsordnung fr rzte:
1. Der voranstehende Beitrag ist eine allgemeine Stellungnahme, die, ausgehend von Ihrer Anfrage mit grtmglicher Sorgfalt verfasst wurde.
2. Bitte wenden Sie Sich unabhngig davon persnlich zur Beratung, Untersuchung und Behandlung an eine rztin oder einen Arzt Ihres Vertrauens!
_________________
aus der Gemeinschaftspraxis
Dr.W.Gahbler/F.Becker/Dr.K.Sieben
http://www.schmerzkreis.net
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