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Durchgangssyndrom nach OP

 
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Jule03
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Anmeldungsdatum: 10.08.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 10.08.07, 11:59    Titel: Durchgangssyndrom nach OP Antworten mit Zitat

Hallo!

Meine Mutter wurde vor 3 1/2 Wochen operiert, sie bekam eine neue Hüfte. Im Krankenhaus machte sich bereits ein Durchgangssyndrom bemerkbar (Verfolgungswahn, unkontrolliertes Aufstehen, Weglaufen,Wunddrainage selber rausreißen, Infusionen rausreißen). Sie wurde mit Haloperidol behandelt und das hatte wohl auch Erfolg. Zumindest war sie wieder "normal" und ansprechbar, ist nicht mehr dauernd weggelaufen und mußte auch nichtmehr fixiert werden.
Dann wurde sie in die Reha verlegt. Die Nacht zuvor war unruhig (wurde auf die Aufregung geschoben). Bei der Aufnahme in die Reha wirkte sie verwirrt, glaubte,sie wäre jetzt im Pflegeheim und hat mich übelst beschimpft, ich würde sie abschieben und solle mich schämen. Die Ausdrücke waren nicht wirklich freundlich (Miststück und dreckige Schlampe waren die harmloseren).
Am nächsten Morgen war mein Vater dort (die Klinik ist nur 10 km entfernt), sie machte einen normalen Eindruck. Mittags wollte ich sie mit meinen Kindern besuchen und nachschauen, ob sie noch etwas braucht.
Die Schwester erzählte mir, dass sie seit dem Morgen auf dem Bett liegt und sich weigert, die Augen zu öffnen. Meine Kinder sind dann hin zu ihr und haben es tatsächlich geschafft, die Oma zu wecken. Sie sah mich, hat mich sofort (im Beisein meiner Kinder, die sonst ihr ein und alles sind) übelst beschimpft. Ich solle mich zum Teufel scheren, die Kinder hätte ich nicht verdient, die würden ihr zustehen, sie hätte auch Kinder bekommen sollen und nicht mich hergelaufenen Bankert adoptieren müssen.... Meine Kinder standen mit großen Augen daneben... Ich wollte sie dann beruhigen, da hat sie mich angegriffen, am Hals gepackt, gewürgt, getreten (die blauen Flecken sieht man noch).... Meine Kinder haben eine Schwester alarmiert, und die konnte sie dann beruhigen. Ich bin heulend aus der Klinik geflüchtet.
Abends dann der Anruf, wir konnten den ganzen Nachmittag nicht erreicht werden und meine Mutter wäre jetzt in die Bezirksklinik verlegt worden. Leider nicht in die für unseren Bezirk zuständige, sondern in die Klinik, die für den Bereich der Rehaklinik zuständig ist.
In dieser Klinik herrschen Zustände, die mir nicht gefallen.... Meine Mutter wird nachts fixiert (klar, sehe ich auch ein). Sie hat aber keine Möglichkeit die Glocke für die Schwester zu erreichen (Altbau, die Glocke ist an der Wand hinter ihr). Also kann sie auch nicht bescheid sagen, wenn sie zur Toilette muß. Also bekommt sie eine Windel. Sie WILL aber nicht in die Hose machen, so klar ist sie schon. Daher ist sie dann unruhig und schreit teilweise stundenlang (steht im Protokoll). Nix. Sie darf nicht aufstehen, wird quasi gezwungen in die Windel zu machen. DARF das sein? Das ist doch menschenverachtend. Sie hat sicherlich eine Psychose und muß weiterbehandelt werden. Weiß jemand, ob und mit welcher Begründung wir meine Mutter in die für unseren Bezirk zuständige Bezirksklinik verlegen lassen können?
Entschuldigung für den langen Sermon, aber das ist zum besseren Verständnis der Situation. Ach ja, sie ist jetzt seit einer Woche dort. Besserung: etwas aber nicht viel....
_________________
Viele Grüße
Jule
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