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cilvira
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 03.07.2008
Beitrge: 2
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 03.07.08, 19:57    Titel: Frage Antworten mit Zitat

Hallo Miteinander!
Ab welchem BMI sind die Kriterien erfllt, eine Person per FFE einzuweisen und sondieren zu lassen. Denn ich wurde schon fters damit gedroht Habe BMI 15 noch gerade , habe irgendwie das Gefhl es sei einen Bluff, vorallem von Ihnen nie durchsetzbar und trotzdem war es vor einem halben Jahr so weit. Ich war fters Bewusstlos, und musste gehen... Also ab wann ist es erlaubt? Wnsche nur serise Antworten. Warum haben sie mir die Sonde angenht? Ist das wirklich wegen dem hinausziehen oder hat das eher mit dem verrutschen zu tun? Herzlichen Dank
und eine schne restliche Woche
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BarthoB.
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 01.11.2007
Beitrge: 4

BeitragVerfasst am: 10.07.08, 03:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo cilvira
Zunchst muss mal eine Erklrung einiger Begriffe her. Der FFE (also der frsorgliche Freiheitsentzug) bei Euch in der Schweiz ist ja eng mit der "frsorglichen Zurckhaltung" bei uns in der BRD verwandt. Die Anwendung und Grundlage der "frsorglichen Zurckhaltung" ist in den Bundeslndern der BRD sehr verschieden, ebenso die anwendbaren Zwangsmanahmen. In der Schweiz regelt das meines Wissens Artikel 397 des Zivilgesetzbuches. Dort steht: "Eine mndige oder entmndigte Person darf wegen Geisteskrankheit, Geistesschwche, Trunksucht, anderen Suchterkrankungen oder schwerer Verwahrlosung in einer geeigneten Anstalt untergebracht oder zurckbehalten werden, wenn ihr die ntige persnliche Frsorge nicht anders erwiesen werden kann." Andere Grnde gleicher Bedeutung sind zugelassen, wenn es zum Wohl der Person ist. Nun muss man sagen, dass ein BMI von knapp 15 (mit Bewutlosigkeit) nicht nur einen annhernd lebensbedrohlichen Gesundheitszustand darstellt, sondern auch eine Form des selbstverletzenden (evtl. sogar suizidalen) Verhaltens darstellen kann und hufig so interpretiert wird. Beide Tatsachen, der lebensbedrohliche Gesundheitszustand sowie das selbstverletzende Verhalten wrden hier in der BRD eine entsprechende frsorgliche Zurckhaltung mit entsprechenden Zwangsmanahmen (es wrde hchstwahrscheinlich anschlieend eine Unterbringung nach UBG beantragt werden, in der Schweiz entscheidet hierber ja die vormundschaftliche Behrde) rechtfertigen. Im Grunde ist die Entscheidung, eine Person zwangs zu ernhren, eine sehr seltene. Diese Entscheidung wurde nicht von "irgendwem mal eben so" getroffen. Dass die Ernhrungssonde mit evtl. mit einer kleinen Naht fixiert wurde hat weniger damit zu tun, dass die Sonde nicht gezogen werden kann, als viel mehr damit, dass (z.B. durch heftige Bewegungen etc.) es zu einer Dislokation der Sonde kommen kann und die Gefahr einer Aspiration von Sondenkost besteht.
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